der war am 13. Oktober, noch vor unserer Rom-Reise. Es war ein ruhiges, kleines Fest. Oma Toni ging es gesundheitlich nicht so gut, sie war nicht dabei.
Anbei noch drei Fotos, aufgenommen mit Miri’s Handy-Kamera.
der war am 13. Oktober, noch vor unserer Rom-Reise. Es war ein ruhiges, kleines Fest. Oma Toni ging es gesundheitlich nicht so gut, sie war nicht dabei.
Anbei noch drei Fotos, aufgenommen mit Miri’s Handy-Kamera.
endlich! Nach einigen „technischen Schwierigkeiten“ könnt ihr endlich die Fotos anschauen, viel Spaß dabei!
An diesem Donnerstag, 19. Oktober, gab es schon wieder eine Kirche zu besichtigen. Der Legende nach hat in der Nähe dieser Kirche die Päpstin Johanna ihr Kind auf der Straße geboren (Buch „Die Päpstin“).
San Clemente wurde im 12. Jahrhundert über einer Basilika aus dem Jahr 385 errichtet. Von der Oberkirche, die mit beeindruckenden Fresken geschmückt ist, kann man in die Ausgrabungen der frühchristlichen Kirche hinabsteigen, unter der sich wiederum Reste eines römischen Hauses aus dem 2. Jahrhundert befinden sowie ein Gebäude mit einem Mithrasheiligtum, 18 Meter unter dem heutigen Straßenniveau.
Wir konnten die unterirdischen Gewölbe besichtigen, sehr schön hergerichtet und illuminiert. Hier unten rauscht eine alte Wasserleitung, es ist kühl und feucht. Pläne der Ausgrabungen verdeutlichen die alten Grundrisse, man sieht die alten Säulen und Mauern des alten Bauwerks und noch tiefer, im antiken Wohnhaus, den Mithras-Altar in einer Nische. Der sittlich strenge, auf Männer abgestellte Mithraskult gelangte durch römische Legionäre ins Römische Reich. Heute sagt man, dass er eine Konkurrenz zum Christentum gewesen sei, da es auch in diesem Glauben ähnliche soziale Komponenten gab.
Nach dieser Besichtigung hatten wir den Rest des Tages zur freien Verfügung. Da die Sonne sich hinter dicken Wolken versteckt hatte, beschlossen Harald und ich, einen Teil des Tages in den Vatikanischen Museen zu verbringen. Wir sind also mit der U-Bahn (die Linie A fuhr nach dem Unfall wieder) zum Vatikan gefahren und konnten dank eines Akkreditierungs-Schreibens vom Generalvikariat direkt an der langen Menschenschlange vorbei zur Kasse schreiten. Wir haben uns dann auch ein Audio-System geleistet, dass uns in kurzen Abhandlungen die wichtigsten Dinge über die Ausstellungen erzählte. In der Kürze der Zeit haben wir uns natürlich nur das zweieinhalbstündige Touristenprogramm angesehen (es gibt hier 1400 Räume!!), so die Stanzen des Raffael und vor allem die Sixtinische Kapelle.
Was für eine Pracht…Allein die Innenausstattung der Gebäude ist bemerkenswert. Jeder Papst, der was auf sich hielt, baute eine noch prächtigere Halle an das Museum. In der einen waren riesige Gobelin-Wandteppiche ausgestellt, in einer anderen ebenfalls riesige Landkarten des bekannten römischen und italienischen Reiches. Eine Halle war vollgestopft mit alten Büsten und Reliefs, und so ging es dann, eingequetscht zwischen tausend anderer Besucher, langsam zu den Höhepunkten. Die Stanzen des Raffael sind eigentlich 4 Zimmer, dessen Wände und Decken von dem berühmten Maler ausgemalt wurden. Das heißt, er konnte nicht alle Bilder selbst vervollständigen, und die Unterschiede zu seinen Schülern oder Nachfolgern kann man tatsächlich erkennen. Raffaels Gemälde strahlen mehr Tiefe und Lebhaftigkeit aus.
In der Sixtinischen Kapelle befindet sich die größten Meisterwerke der Vatikanischen Museen. Michelangelo bemalte hier 10 Jahre die Wände, ein riesiges Graffiti. Das Deckenfresko ist in eine Scheinarchitektur eingebettet, und bei längerem Hinsehen glaubt man tatsächlich, die gemalten Figuren wären von Marmorfriesen eingerahmt oder stünden auf Sockeln. An einer Stirnwand befindet sich Michelangelos berühmtes „Jüngste Gericht“. Nach diesem Standard-Programmpunkt eines jeden Rom-Fahrers ließen wir uns noch etwas vatikanische Luft auf dem Petersplatz um die Nasen wehen. Dann fuhren wir zum Mittagessen in den Lateranbezirk und dann mussten wir auch schon wieder ins Kloster, wo wir die anderen wiedertrafen. Der Rest ist schnell erzählt. Gegen 18.00 Uhr mit U-Bahn und Bus zum außerhalb liegenden Flughafen Campioni, Warteschlange am Check-in und vor den Sicher-heitsschleusen, ab in den Flieger und irgendwann nach Mitternacht landeten wir wieder auf dem Hahn. Herzlichen Glückwunsch an all diejenigen, die diesem Bericht bis hierher gelesen haben. War doch ganz schön viel, was wir in 5 Tagen zu sehen bekamen. Ob es mir gefallen hat??? Nun, aus der Sicht des unerfahrenen Rom-Neulings war ich natürlich schwer beeindruckt von den Spuren des Christentums, der Antike und der Architekten und Maler, die dieses Rom mitgestaltet haben. Diese Eindrücke möchte ich nicht missen. Nachdenklich gemacht hat mich oft die kirchliche Pracht. Wie viele Menschen haben hier auf den Baustellen geschuftet, haben durch Ablässe und hohe Steuern diese Bauten mitfinanziert, wie viele Kriege wurden dafür geführt…Und außerdem war mir Rom zu voll, zu hektisch und zu laut. Ich glaube, das nächste Mal gehe ich wieder auf dem Rhein-Steig wandern…
Nachdem ihr die Berichte der ersten drei Tage gelesen habt (oder auch nicht, denn sie sind sehr ausführlich, vielleicht auch langweilig für den einen oder anderen), fragt ihr euch sicher: woher weiß die Marianne das alles?!
Nun, da ich mich vor unserer Reise überhaupt nicht mit Rom beschäftigt hatte, ja noch nicht mal einen Marco-Polo-Einfach-Reiseführer hatte, musste ich mich im Nachhinein informieren. Dem Internet sei Dank kann man wunderbar recherchieren und die besuchten Stätten einfach noch mal besichtigen, virtuell eben. Da ich die Ausführungen von Markus, Hanno und den professionellen Führern sehr informativ fand, will ich euch diese Informationen natürlich auch weitergeben, damit ihr die Bedeutung dieser Stadt und seiner Einrichtungen auch nachvollziehen könnt.
Am Mittwoch, 18. Oktober, ging es wieder in die Unterwelten Roms. Diesmal in die Priscilla-Katakomben, etwas außerhalb Roms, an der alten Salzstraße (Via Salaria), auf der seit Urzeiten die Salzkarawanen in die Stadt zogen. Wir fuhren mit dem Bus dorthin, waren fast eine Stunde unterwegs. Aber die lange Anfahrt hat sich wirklich gelohnt. Die Führung war auf Englisch, aber doch gut verständlich.
Das Thema Katakomben finde ich besonders spannend, deshalb hier zwei Links, in denen ihr selbst noch mal nachlesen könnt, wenn es euch interessiert.
http://www.catacombe.roma.it/de/ricerche/ricerca19.html
Rom hat viele Katakomben vor den Stadttoren, mit einem Wegenetz mit einer Länge von 875 Kilometern, vor fast 2.000 Jahren mit einfachen Werkzeugen in den vulkanischen Tuffstein gegraben! Dazu hunderte senkrechte Luftschächte und Abermillionen von Nischengräbern, zum Teil wunderhübsch bemalt oder mit Marmor ausgelegt!
In der von uns besuchten Priscilla-Katakombe waren über 40.000 Menschen begraben, und bekannt wurde sie durch ihre frühchristlichen Fresken aus dem 2. und 3. Jahrhundert, z.B. der gute Hirte oder die wohl älteste Marien-Darstellung. (siehe Foto)
Beeindruckend fand ich auch die frühchristlichen Monogramme, die an den Wänden und in einigen Grabkammern zu sehen sind. Der Fisch, das Christus-Monogramm, Alpha und Omega, der Anker und die Friedenstaube mit dem Ölzweig. Hier erlebt man hautnah die Kirche der Ursprünge, mit ihren Gebräuchen und Riten.
Das Gerücht, dass die ersten Christen die Katakomben als Versteck vor Verfolgern genutzt haben, hält sich hartnäckig, stimmt aber nicht! Warum bauten die Römer also ihre Friedhöfe in die Tiefe? Nach römischem Recht durften Tote nur außerhalb der Stadt begraben werden. Mit der zeit wurde der Platz knapp. Die Christen begannen wohl als erste, ihre Verstorbenen in unterirdischen Gängen zu bestatten. Mit der Zeit entstanden so mehrstöckige Anlagen, und am Todestag der Gemeindemitglieder wurden Feiern abgehalten. Man traf sich an den Gräbern mit der Verwandtschaft, aß und trank und gedachte der Toten. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches um 500 n. Chr. plünderten Barbaren viele der Katakomben, die Päpste brachten die Reliquien der Heiligen und vieler anderer Toten in die Kirchen der Stadt. Dann gerieten die unterirdischen Friedhöfe in Vergessenheit und erst im um 1600 entdeckte ein gewisser Antonio Bosio die Katakomben wieder. Erforscht und für die Öffentlichkeit zugängig gemacht wurden sie erst Mitte des vorigen Jahrhunderts und sind heute wieder Anziehungspunkt für viele Pilger und Besucher.
Nach dieser beeindruckenden Reise in die Unterwelt Roms fuhren wir alle wieder mit dem Bus in die Stadt. In kleineren Gruppen verbrachten wir dort die Mittagsstunden, Marco, Saskia, Manni, Harald und ich gingen noch mal zum Campo di Fiori zum Cappucchino trinken, Lädchen gucken und Mittagessen.
Und das Pantheon mussten wir uns ja noch von innen anschauen. Das war jedoch eine Enttäuschung…nicht wegen des Baus an sich, sondern wegen der Massen von Leuten, die sich zu dieser Zeit dort hineinquetschten. Wie auf einem großen Bahnhof, nicht wie in einer Kirche. Dabei ist das Pantheon auch ein wichtiger Zeitzeuge des alten Rom. Kaiser Hadrian ließ es um 100 n. Chr. als Kaiseraula und Tempel für die römischen Hauptgötter auf dem Marsfeld bauen. Später, so um 600 herum, wurde es eine christliche Kirche.
Das Hauptgebäude des Pantheons ist ein überwölbter Rundbau von ca. 43 m Innendurchmesser und -höhe. Da er im Inneren ebenso breit wie hoch ist, berührt die Kuppel – als vollständige Kugel gedacht – genau den Boden. An der Decke befindet sich eine 9 Meter große Öffnung, die als einzige Lichtquelle dient. Es regnet allerdings auch rein, das Wasser fließt in der Kirchenmitte über Drainagen ab. Der Vorbau auf den Säulen trug ehemals im Giebel reiche Verzierungen aus Bronze. Diese wurden jedoch für den Bau des Petersdoms benötigt, man verkleidete damit die 4 Säulen des Altarbaldachins. Am Nachmittag gegen 16.00 Uhr trafen wir wieder den Rest der Reisegruppe und machten uns auf, das Forum Romanum zu erkunden. Vorher führten Markus und Hanno uns zu einer kleinen versteckten Kirche, die nach ihrer Restauration eigentlich fertig sein sollte…aber wir sind halt in Rom und da dauert alles etwas länger. Trotzdem konnte man schon gut erkennen, wie es dann mal aussehen soll. Die Kirche heißt San Stefano Rotondo und strahlte, trotz der Baustelle, eine heimelige Atmosphäre aus. Der kleine Rundbau wurde um 450 errichtet und besteht aus 3 konzentrischen Kreisen (durch Säulen gebildet), in die ein griechisches Kreuz mit Kapellen eingeschrieben ist. Die Überlieferung behauptet, es handelt sich um einen Nachbau der Grabeskirche in Jerusalem. Zur Zeit ist sie die Titelkirche von Kardinal Wetter aus München, der bezahlt wohl auch die Restaurierungsarbeiten. Jetzt aber zum Forum Romanum. Hanno, der versierte Romkenner und Lateinlehrer, hatten uns, schüler-like, vorher Kopien ausgeteilt, mit deren Hilfe wir uns erst mal einen Überblick über dieses riesige Gelände verschaffen konnten. Rom ist über 3000 Jahre alt und vermutlich lebten bereits 1200 v. Chr. Menschen auf den sieben römischen Hügeln. Zwischen vier dieser Hügel gab es ein Sumpfgelände, in dem Tote begraben wurden. Was allerdings keine gute Idee war…die Leichen schwammen immer wieder obenauf. Also dachte ein schlauer Römer: entwässern wir das ganze Gelände mal und bauen darauf einen Versammlungs- und Marktplatz, eben das Forum Romanum. Es war fortan fast 1000 Jahre lang das Zentrum des Römischen Reiches. Heute sind davon nur mächtige Ruinen geblieben, doch vermitteln diese Überreste dennoch einen Eindruck von der einstigen Größe des alten Roms. Mit einiger Vorstellungskraft kann man sich die Größe und Pracht der ursprünglichen Bauten vorstellen und so auf den Spuren der berühmten Feldherren, Kaiser und Könige der Antike wandern. In der Nähe des Forums gibt es weitere monumentale Bauten aus dieser Zeit zu sehen, wie z.B. das Kolosseum, den Circus Maximus das Capitol und den Palatin, eine riesige Palastruine.
Wir waren am ja späten Nachmittag auf dem Gelände, und die tiefstehende Sonne zeichnete ihr weiches Licht auf die Ruinen…sehr schön! Ein Bau hat es mir wieder besonders angetan, die Maxentius-Basilika. Nach einem schweren Erdbeben um das Jahr 1350 stürzte das Gebäude ein, erhalten ist nur noch ein Seitenschiff, aber schon das hat überdimensionale Ausmaße. Kaiser Maxentius ließ sich diese Basilika als monumentale Empfangshalle errichten. Und der Baumeister Bramante ließ sich hier zu seinen Planungen für den Neubau des Petersdoms inspirieren: er hatte die Idee, die Architektur der Maxentius-Basilika und die des Pantheon zu kombinieren, eine riesige Halle mit einer ebenso riesigen Kuppel.
So, das war das Forum…auf dem Weg zum Abendessen machten wir noch einen Abstecher zu einem ganz besonderen Mausoleum…einer ägyptischen Pyramide mitten in Rom, an die antike Stadtmauer gebaut. Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebte ein gewisser Cestius in Rom. Anscheinend war er auch mal in Ägypten und brachte von dort die Mode mit, sich in einer Pyramide beerdigen zu lassen. So ließ er in 330 Tagen eine für sich bauen, sie ist ungefähr 35 Meter hoch und damit ein Viertel so hoch wie die Cheops-Pyramide.
Apropos Ägypten: in Rom gibt es auch 13 Obelisken, nicht alle original ägyptisch. Sie wurden größtenteils von den römischen Kaisern als Beutegut mitgebracht und sind im ganzen Stadtgebiet aufgestellt.
Am Abend gab es dann noch feines Essen, bei Mama. Mama ist eine Dame undefinierbaren Alters, mit glatter Haut, feinen Händen, weißer Schürze und Haube. Sie geht von Tisch zu Tisch, begrüßt ihre Gäste und ist einfach nur anwesend. Eine Speisekarte gibt es dort nicht. Man isst, was Mama gekocht hat, der Preis ist auch immer unterschiedlich. Heute Abend gab es für 20 Euro pro Person Fenchel- und Linsengemüse, Schinken, Oliven, Fleischbällchen und Brot als Vorspeise; Schweinebraten, selbstgemachte Kartoffelchips und Paprikagemüse als Hauptgang und einen Creme-Kuchen mit Mandelsplitter und viel Puderzucker. Dazu Weißwein des Hauses und Wasser bis zum Abwinken. Was will das Touristenherz mehr!
…so kann man diesen Dienstag, 17. Oktober überschreiben. Aber bevor wir den Petersdom erreichten, hatten wir noch zwei aufregende Stunden. Als wir am Morgen gegen zwanzig vor 10 in unsere Metro A stiegen, um direkt damit zum Petersplatz zu fahren, fuhr diese nicht los. Sie stand etwa eine viertel Stunde rum, gefüllt mit Touristen und Pendlern aus den Außenbezirken, niemand wusste, was los war. Noch nicht mal der Lokführer hatte Informationen. Irgendwann kam dann die Durchsage, dass die Metro-Station geräumt werden solle, die Bahn fährt heute nicht mehr. Also alle Mann raus und dort hörte man schon, dass etwas passiert sein musste. Mächtig viel Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen waren mit Sirenen und Blaulicht unterwegs, Straßen waren abgesperrt, damit die Rettungsfahrzeuge durchkamen. Das führte natürlich zu einem riesigen Verkehrschaos. Es war total aufregend, beunruhigend und gespenstisch. Wir hörten dann, dass es einen schweren Unfall in der U-Bahn gegeben habe, zwei Stationen weiter. Zwei Züge waren aufeinandergefahren, eine Tote, 5 Schwer- und über 200 Leichtverletzte. Da wir ja im Petersdom um 11.15 zu einer Führung angemeldet waren, haben wir uns dann auf den Weg gemacht, in überfüllte Busse gequetscht und über Umwegen und mit einer Stunde Verspätung sind wir dann doch noch angekommen. Da unser Führer auch im Verkehr steckengeblieben war, war es nicht so tragisch.
Erst am Nachmittag haben wir dann so langsam realisiert, wie knapp wir diesem Unglück entkommen sind. Hätten wir uns auf dem Weg zur U-Bahn nicht noch in einem Lädchen was fürs zweite Frühstück gekauft, wären wir vermutlich in dieser Unglücksbahn gewesen…
Jetzt zum Petersdom, der Grabkirche des Apostels Petrus, der größten Kirche der Christenheit und der Hauptkirche des Papstes. Während der Christenverfolgung unter Nero wurde hier der erste Apostel Petrus gekreuzigt und begraben. Schon um 200 gab es eine Art Grabmal. Die Kirche wurde in ihrem Ursprung von Kaiser Konstantin über diesem Grab errichtet und 326 n. Chr. geweiht. Um 1500 herum begann man mit einem monumentalen Neubau und dabei haben berühmte Künstler wie Bramante, Raffael, Michelangelo und Bernini zur Architektur, Bildhauerei und Malerei beigetragen. Hier ein paar Daten, die die Größe verdeutlichen sollen, obwohl man es sich nicht vorstellen kann, wenn man es nicht wirklich gesehen hat.
Die Innenfläche des 211,5 m langen und 132,5 m hohen Baus beträgt rund 15.160 m² (1,5 ha) und bietet rund 60.000 Menschen Platz; Das Längsschiff hat eine Länge von 187 m und eine Breite von 27,50 m, das Querschiff ist 138 m breit. Zum Vergleich der Kölner Dom: Länge: 144,58 m – Breite: 86,05 m – Grundfläche: 7914 m², Platz für ca. 20.000 Menschen. Im Innern sind 44 Altäre, 390 riesige Statuen und etwa 800 Säulen aus Marmor, Bronze oder Stuck zu sehen, acht kleine Kuppeln und eine Hauptkuppel aus doppelwandigem Ziegelbauwerk mit einer Innenhöhe von 119 Metern und einem Durchmesser von 42 Metern. Die Kuppel wird von 4 fünfeckigen Pfeilern getragen, die so mächtig sind, dass sie in ihrem 1. Stockwerk noch eine Kapelle in sich haben. Der Baldachin über dem Papstaltar ist 27 Meter hoch, das entspricht einem 7-stöckigen Hochhaus.
Um auf die Kuppel zu kommen, kann man ca 200 Stufen mit einem Aufzug fahren, die letzten 320 muss man zu Fuß erklimmen…was wir auch gemacht haben. Vom Aufzug aus kommt man an den Kuppelfries innen und blickt von oben herab auf die Menschen im Dom wie auf Ameisen. Die Schrift des Frieses besteht aus 2 Meter hohen Buchstaben aus vergoldeten Mosaiksteinchen, die Kuppeldecke ist ebenfalls reich verziert. Der Weg auf die Kuppellaterne führte erst über eine Wendeltreppe und dann zwischen den Kuppelschalen hindurch, ganz schräg und gewunden. Ein Meisterwerk der Baukunst! Oben angekommen, hat man einen herrlichen Blick über Rom…allerdings oft verstellt von hundert anderen Touristen, die sich auch auf den beschwerlichen Weg gemacht haben. Und dafür muss man dann auch noch Eintritt bezahlen! Aber es hat sich wirklich gelohnt, wie ihr an den Fotos sehen könnt.
Am meisten beeindruckt hat mich allerdings die Besichtigung der Grabesgrotte des Heiligen Petrus unter dem Dom, noch unter dem Bodenniveau der konstantinischen Kirche. Hier ist die räumliche und geistige Mitte des Christentums, und es war durchaus ein erhabenes Gefühl, hier unten zu sein. Wir hatten einen sehr kompetenten deutschsprachigen Führer, der uns einfühlsam die Bedeutung dieses Grabes erklärte. Später führte er uns noch am schlichten Grab von Johannes Paul II. vorbei, bevor wir wieder in die prunkvolle Wirklichkeit des Domes aufstiegen. Erschlagen von soviel Aufregung, Geschichte und Architektur sind Harald, Saskia, Marco und ich am Nachmittag zum Ausspannen in den Park der Villa Borghese gegangen, bzw. mit der U-Bahn hingefahren. Hier steht auch ein bedeutendes Kunstmuseum mit Werken von Raffael, Leonardo da Vinci, Rubens und Tizian. Der Park wurde schon im 17. Jahrhundert angelegt und ist riesig groß, ca 5 ha, und das mitten in der Stadt. Er gehört mittlerweile der Kommune, und vor allem im Sommer an den Wochenenden ist er bevölkert von sonnehungrigen Römern und ihren Familien. Abends, zurück im Kloster, waren auch die anderen Reiseteilnehmer ganz schön geschafft. So ließen wir unseren Plan fallen, im Stadtteil Trastevere was zu essen, und begnügten uns mit einer Pizza im Lokal um die Ecke. War auch sehr lecker!
Halb neun Frühstück, halb zehn Abmarsch…wie übrigens an den folgenden Tagen auch. Heute standen die großen Papst-Basiliken auf dem Programm, außer dem Petersdom, der ist erst morgen dran. Eine Pilger-Legende besagt, dass man alle seine Sünden erlassen bekommt, wenn man die 7 Basiliken an einem Tag zu Fuß besucht und dort betet. Aber das hatten wir nicht vor…
Zuerst zu San Giovanni in Laterano, die Lateranbasilika, die wahrscheinlich älteste christliche Kirche der Welt. Sie wurde im 4. Jahrhundert von Konstantin I. als römische Hauptkirche errichtet und von Francesco Borromini barockisiert. Bis zum 19. Jahrhundert wurden alle Päpste im Lateran gekrönt. Noch heute ist der amtierende Papst als Bischof von Rom der „Hausherr“ dieser herrlichen Kirche.
Wichtige Reliquien werden hier angeblich aufbewahrt, so zum Beispiel die Häupter der Heiligen Petrus und Paulus.
Aus den alten römischen Zeiten existiert noch das Baptisterium (Taufbecken) und die „heilige Treppe“, die Scala Sancta. Pilger ersteigen die 28 mit Holz verkleideten Marmorstufen der Treppe auf ihren Knien. Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin I., habe die Treppe 326 aus Jerusalem nach Rom bringen lassen. Es soll sich um die Treppe handeln, die Jesus im Palast des Pontius Pilatus zu seiner Verhandlung hinaufsteigen musste. Auch an diesem Tag krochen viele Pilger (vor allem Frauen) diese Treppe auf den Knien rauf, auf jeder Stufe beteten sie ein Gebet. Schade ist nur, dass außer dem Pilgern halt auch viele Touristen (so wie wir) kommen und schauen. Ich hatte echt ein schlechtes Gewissen, diese gläubigen Menschen bei ihrer Andacht zu stören.
Dann die Basilika Santa Maria Maggiore, die erste Marienkirche des Abendlandes. Den Grundstein legte Papst Liberius um 350 n. Chr., nachdem ihm die Madonna erschienen war und geweissagt hatte, dass in der Nacht zum 5. August Schnee fallen werde und an dieser Stelle solle er eine Marienkirche errichten.
Im Jahr 440 wurde der Bau fertiggestellt und ist im Wesentlichen bis heute erhalten geblieben. Die 36 Säulen, die das Hauptschiff markieren, sind aus griechischem Marmor gefertigt und stammen vom Tempel der Juno auf dem Aventin-Hügel. Im 14. Jahrhundert erhielt die Basilika einen 75 m hohen Glockenturm, eine Seltenheit für die großen Kirchen Roms. Unterhalb des Papstaltars befinden sich Reste einer Krippe, die Teile der Krippe von Bethlehem sein sollen.
Vor der Kirche steht eine Marienstatue auf einer monumentalen Säule, die noch aus der Maxentiusbasilika aus dem Forum Romanum stammt.
Sankt Paul vor den Mauern (San Paolo fuori le Mura)Der Name leitet sich von ihrem Standort außerhalb der noch erhaltenen antiken Stadtmauer ab. Der Apostel Paulus war als römischer Bürger um 67 n.Chr.außerhalb der Stadt enthauptet worden. Diese erste Sankt-Pauls-Basilika wurde im Auftrag Konstantins über dem Grab des Paulus errichtet (vermutlich 324 geweiht) und bereits 386 erheblich vergrößert. Bis zum Bau des Petersdoms war sie die größte Kirche der Welt.Diese einzige noch intakte antike Großkirche Roms wurde durch ein Feuer in der Nacht vom 15. zum 16. Juli 1823 stark beschädigt. Um 1850 war der komplette Wiederaufbau fertiggestellt, die Fassade wird von einem riesigen Mosaik geschmückt, dass bei unserem Eintreffen im Sonnenlicht blitzte und funkelte. Über den Säulen zieht sich ein langes Band von 265 Medaillons mit den Porträts der Päpste hin. Einer Legende nach kommt Christus wieder, wenn kein Platz mehr für ein weiteres Medaillon vorhanden ist. Noch sind jedoch einige Plätze frei!!! Und die Verantwortlichen werden sicher noch ein paar freie Wände finden, wenn es denn knapp wird!
Der Bau der Basilika Santa Maria sopra Minerva wurde 1280 begonnen, aber erst 1370 im gotischen Stil vollendet. Die Dominikaner-Kirche hat mir sehr gut gefallen, vorallem ihre leuchtend blaue Deckenbemalung mit den vielen Goldmosaiken. Auch die Kunstwerke waren beeindruckend, hier wird z.B. eine ehemals nackte Statue des auferstandenen Christus von Michelangelo gezeigt. Die Nacktheit wurde allerdings, wie soll es bei den Kirchens auch anders sein, später mit einem bronzenen Lendenschurz versehen. Außerdem ist die heilige Katharina von Siena hier begraben und zu Inquisitionszeiten wurde hier Galileo Galilei der Prozess gemacht. Santa Maria Prassede, in der Nähe des Pantheons, wurde an dieser Stelle um 400 n. Chr. erbaut. Schon 400 Jahre später hat ein geltungssüchtiger Papst die Kirche völlig neu errichten lassen, natürlich schöner und größer. Ihre Berühmtheit verdankt Santa Prassede in erster Linie seinen Mosaiken, die noch heute unverändert zu sehen sind. Die Apsis und einige Seitenkapellen sind mit meisterhaften Mosaiken geschmückt. Unter der Kirche liegen die Gebeine von 2000 Märtyrern, die aus den Katakomben hierher gebracht wurden und als weitere Reliquie gibt es noch ein nettes, gebrochenes Stück schwarzen Marmorsteins, an dem angeblich Jesus gegeißelt wurde. Tja, ich glaube, das war es mit unserem großen Kirchen-Besuchs-Programm. Wir haben zwar im Laufe unseres Aufenthalts noch ein paar andere kleinere Kirchen gesehen, aber für heute war es das. Abends waren wir beim „Knotter-Pitter“ essen. Nein, wirklich kein typisch italienischer Name für einen Wirt, der heißt auch ganz anders. Aber er ist immer gleichbleibend unfreundlich, lächelt (fast) nie und ist erst recht knötterig, wenn man zu wenig zu essen und zu trinken bestellt. Das Essen ist allerdings super-gut und reichlich.
Vorab…Fotos mit Untertiteln und Beschreibungen findet ihr demnächst auch unten rechts auf dieser Seite…ich muss mir erst noch zeigen lassen, wie man sie kleiner macht!!!
Am Sonntag, den 15. Oktober ging es nach einer kurzen Nacht gegen 3.15 los. Harald und ich haben noch zwei Mitreisende eingesammelt und fuhren dann zum Flughafen Hahn. Dort trafen wir die anderen Leute unserer illustren Reisegesellschaft und schon saßen wir im Flieger. Es ist ja immer wieder erstaunlich, wie schnell man in der heutigen Zeit durch Europa reisen kann. Gegen 10.00 Uhr waren wir schon in unserem Quartier in Rom. Die Villa Lituania ist recht zentral gelegen, nur 5 min Fußweg zur nächsten U-Bahn-Station. Es handelt sich um ein FranziskanerInnen-Kloster einer litauischen Gemeinschaft, das Gästehaus wird von den Nonnen bewirtschaftet und wurde vor ein paar Jahren recht nett für Gäste hergerichtet.
Nach einer kurzen Pause (sie reichte gerade zum Zähneputzen), ging es schon wieder los. Auf zum Petersplatz, mit der U-Bahn in 20 min zu erreichen. Dort fand nämlich gerade eine Messe statt, gehalten von „unserem“ Papst Benedikt XVI. zum Anlass von einigen Selig-Sprechungen. Es waren tausende Menschen auf dem Petersplatz, eine beeindruckende Kulisse, ein bisschen wie in einem Fußball-Stadion, viele Gruppen mit Fahnen, bunten Halstüchern, oder gleichen Mützen… lustig bunt eben.
Gegen halb zwei waren wir wieder im Gästehaus und gönnten uns endlich eine zweistündige Siesta.
Mit Markus, einem Religionslehrer und Hanno, einem Lateinlehrer, hatten wir wirklich eine kompetente und informative Reiseleitung. Die beiden sind Romkenner und –liebhaber, sie waren schon zig-mal hier, mit Gruppen, aber auch privat, und entdecken immer wieder Neues und Interessantes.
So machten wir uns an diesem Nachmittag auf, die schönsten Piazzas (Plätze) Roms zu entdecken.
Der Campo de’ Fiori („Blumenfeld“) gehört zu den schönsten Plätzen Roms. Täglich findet hier ein bunter Markt mit zahlreichen Obst- Blumen- und Lebensmittelständen vor der Kulisse typisch römischer Paläste und Häuser statt. Es ist wundervoll in einem der kleinen Cafés am Campo de’ Fiori bei einem Cappuccino zu sitzen und das Markttreiben zu beobachten.Zu diesem Platz zog es uns während der nächsten Tage immer wieder, die umliegenden Gässchen mit ihren typischen Geschäften und Bars laden zum Bummeln und Verweilen ein. Nur wenige Schritte hinter dem Campo de’ Fiori liegt die Piazza Farnese mit dem gleichnamigen Palazzo. Von hier aus kommt man zur Via Giulia, einer der teuersten Wohnstraßen von Rom und gleichzeitig einer der elegantesten Einkaufs- und Geschäftsstraßen Roms.
Die Piazza Navona ist ein Meisterwerk des Barock und wahrscheinlich der theatralischste der vielen Plätze in Rom. Drei wunderschöne Brunnen schmücken den Platz, die vielen Straßenkünstler, schöne Restaurants und Cafés und ein Ring aus ockerfarbenen Gebäuden mit Blumenkästen an den Fenstern verleihen dem Platz ein besonderes Flair. Die ovale Form der Piazza Navona entspricht dem Rand eines Stadions, das Kaiser Domitian hier im Jahr 86 anlegen ließ. Einer der bedeutendsten Bildhauer und Bauherren Roms, Bernini, entwarf 1648 die Fontana dei Quattro Fiumi, den Vier-Ströme-Brunnen mitten auf der Piazza Navona. Die vier großen Statuen des Brunnens stellen 4 wichtige Flüsse – Nil, Ganges, Rio de la Plata und Donau – der damals bekannten Kontinente Afrika, Asien, Amerika und Europa dar. Auch die anderen beiden Brunnen auf der Piazza sind wunderschön. Am Nordende steht die Fontana del Nettuno (Neptunbrunnen), die den Meergott im Kampf mit einer Seeschlange zeigt. Am Südende des Platzes befindet sich die Fontana del Moro (Maurenbrunnen), der ebenfalls einen Meeresgott darstellt. An der Piazza della Rontonda liegt das Pantheon. Der Platz ist allerdings hoffnungslos von Touristen bevölkert, die das Pantheon (dazu später mehr) besuchen wollen.
Fontana di Trevi Seine Berühmtheit verdankt der Trevibrunnen der Legende, dass man nach Rom zurückkehren wird, wenn man eine Münze in sein Becken wirft, und auch durch den Film „La doce vita“ von Federico Fellini, in dem Marcello Mastroianni und Anita Ekberg im Brunnen baden. Die Münzen werden regelmäßig von römischen Stadt-Bediensteten aus dem Becken gefischt, man spricht von 200.00 Euro jährlich! Im Mittelpunkt der Fontana di Trevi steht der Meeresgott Neptun und das Wasser springt, einem Wasserfall gleich, in die Tiefe. Der Brunnen hat einfach nur den Zweck schön zu sein, typisch für die Zeit seiner Erbauung um 1750 herum. An der Piazza de Spagna befindet sich die berühmte Spanische Treppe. Sie ist Tag und Nacht von Besuchern und Römern umlagert. Schaut mal bei den Fotos nach, ob ihr mich im Gewühl der Menschen findet! Früher war die Treppen mit Blumenarrangements geschmückt, aber die hat man jetzt entfernt, da sich auch in Rom der Vandalismus breit macht! In der Umgebung der Piazza befinden sich die beliebten Einkaufsstraßen Via Condoti und die Via del Corso. Allerdings ein teures Vergnügen! Nach dieser Tour hatten wir natürlich einen Bärenhunger, und Markus führte uns in eines seiner Lieblingsrestaurants im Lateran-Bezirk. Zurück im Kloster, tranken einige noch ein Bierchen auf der Dachterrasse, was sich im Laufe unseres Aufenthalts zu einer Tradition entwickelte.
Bei mir kam eben kurz die Befürchtung auf, dass der Spruch „Rom sehen und sterben“ sich bei Mama und Papa bewahrheiten könnte. Denn ich habe gerade die Nachricht bekommen, dass eine U-Bahn in Rom verunglückt ist. Die genauen Umstände und Opferzahlen konnte noch nicht genannt werden.
Aber ich kann Entwarnung geben. Die Eltern haben sich direkt gemeldet. Es geht ihnen gut, sie waren nicht in der Bahn.
nein, nein, so dramatisch wollen wir’s nicht machen!
Denn nach unserem Trip nach Rom vom 15. bis 19. Oktober wollen wir euch ja auch noch darüber berichten und schöne Fotos zeigen.
Sonntag nacht geht es los, um halb vier spätestens werden wir Marco Krings in Kruft abholen, dann noch Manni Grundmann in Koblenz und ab zum Flughafen Hahn. Dort treffen wir den Rest der „Reisegesellschaft“, wir sind insgesamt 9 nette, lustige, erwachsene PfadfinderInnen. Unter der Führung von Markus Krogull-Kalb und seinem Kollegen Hanno werden wir Rom erkunden. Markus hat uns schon mal seine Programmvorschläge geschickt, es sind 2 DIN A 4- Seiten !!! wir kriegen also wirklich was zu sehen. Und sicher nicht nur die Plätze, an denen jeder Touri rumturnt, sondern auch die verborgenen, magischen Orte des alten Roms.
Anbei schon mal ein (geklautes) Foto von Rom, so zur Einstimmung.
Demnächst mehr
Marianne und Harald
Nichts müssen, alles können. So ist der aktuelle Sub-Slogan von Ikea.
Und ganz getreu nach diesem Motto haben Stephan und ich uns vergangen Samstag spontan nach der Vorlesung nach Koblenz in den Ikea begeben. Doch irgendwie haben wir diesen Slogan nicht so umgesetzt, wie die Werbetexter sich das vorgestellt haben. Denn wir haben daraus „nichts kaufen müssen, alles kaufen können“ gemacht und haben, ganz Ikea-untypisch, nichts gekauft.
Wir waren dort, um nach Schreibtischen zu suchen. Denn nun sind wir ja Studenten und als guter Student sollte man pro Vorlesungsstunde 3 Stunden mit Vor-, Nachbereitung und Lernen verbringen. Da hielt ich es für angebracht erstmal dafür zu sorgen, dass die Arbeitsbedingungen für dieses Studentedasein optimal sind. Sprich, jeder soll seinen eigenen Arbeitsplatz erhalten. Ob wir dann auch die vorgesehene Zeit an diesem Schreibtisch verbringen und dann auch noch mit studienrelevanten Inhalten beschäftigen, ist allerdings fraglich : )
Wir haben uns mit Jonas angefreundet, aber ihn nicht gleich nach Hause eingeladen, weil wir nicht wussten, ob er wirklich zu uns passt und sich mit den anderen Möbeln verstehen wird. Außerdem waren wir mit meinem Auto dort und das Platzangebot für Jonas (es wären ja auch 2 gewesen) reicht dann doch nicht aus. Aber wir werden bald zurückkehren und ihn mitnehmen.
Das besondere an diesem Ausflug war aber, dass Stephan das erste Mal dort war. Er hat es geschafft 24 Jahre alt zu werden und eine Wohnung einzurichten ohne jemals bei Ikea gewesen zu sein!! Eigentlich wollte ich ihn erstmal im Kinderland abgeben, aber die wollten ihn nicht. Also habe ich ihn ans Händchen genommen und langsam in die große Welt des schwedischen Mobelhauses eingeführt. Der Rundgang der Ausstellung, die Markthalle und das SB-Lager. Letzteres kannte er bisher nicht und hat wohl dort erst bemerkt, was an Ikea so anders ist.
Alles in allem, hat Ikea aber bei ihm einen positiven Eindruck hinterlassen. Wir werden bald wiederkommen und das nicht nur einmal. Schließlich wollen wir Jonas in unsere Möbelfamilie aufnehmen und noch andere Dinge werden den Weg in unseren Einkaufskorb finden. Dafür werde ich sorgen; ein 2. Mal werde ich Ikea nicht ohne Kassebon verlassen.