Vorab…Fotos mit Untertiteln und Beschreibungen findet ihr demnächst auch unten rechts auf dieser Seite…ich muss mir erst noch zeigen lassen, wie man sie kleiner macht!!!
Am Sonntag, den 15. Oktober ging es nach einer kurzen Nacht gegen 3.15 los. Harald und ich haben noch zwei Mitreisende eingesammelt und fuhren dann zum Flughafen Hahn. Dort trafen wir die anderen Leute unserer illustren Reisegesellschaft und schon saßen wir im Flieger. Es ist ja immer wieder erstaunlich, wie schnell man in der heutigen Zeit durch Europa reisen kann. Gegen 10.00 Uhr waren wir schon in unserem Quartier in Rom. Die Villa Lituania ist recht zentral gelegen, nur 5 min Fußweg zur nächsten U-Bahn-Station. Es handelt sich um ein FranziskanerInnen-Kloster einer litauischen Gemeinschaft, das Gästehaus wird von den Nonnen bewirtschaftet und wurde vor ein paar Jahren recht nett für Gäste hergerichtet.
Nach einer kurzen Pause (sie reichte gerade zum Zähneputzen), ging es schon wieder los. Auf zum Petersplatz, mit der U-Bahn in 20 min zu erreichen. Dort fand nämlich gerade eine Messe statt, gehalten von „unserem“ Papst Benedikt XVI. zum Anlass von einigen Selig-Sprechungen. Es waren tausende Menschen auf dem Petersplatz, eine beeindruckende Kulisse, ein bisschen wie in einem Fußball-Stadion, viele Gruppen mit Fahnen, bunten Halstüchern, oder gleichen Mützen… lustig bunt eben.
Gegen halb zwei waren wir wieder im Gästehaus und gönnten uns endlich eine zweistündige Siesta.
Mit Markus, einem Religionslehrer und Hanno, einem Lateinlehrer, hatten wir wirklich eine kompetente und informative Reiseleitung. Die beiden sind Romkenner und –liebhaber, sie waren schon zig-mal hier, mit Gruppen, aber auch privat, und entdecken immer wieder Neues und Interessantes.
So machten wir uns an diesem Nachmittag auf, die schönsten Piazzas (Plätze) Roms zu entdecken.
Der Campo de’ Fiori („Blumenfeld“) gehört zu den schönsten Plätzen Roms. Täglich findet hier ein bunter Markt mit zahlreichen Obst- Blumen- und Lebensmittelständen vor der Kulisse typisch römischer Paläste und Häuser statt. Es ist wundervoll in einem der kleinen Cafés am Campo de’ Fiori bei einem Cappuccino zu sitzen und das Markttreiben zu beobachten.Zu diesem Platz zog es uns während der nächsten Tage immer wieder, die umliegenden Gässchen mit ihren typischen Geschäften und Bars laden zum Bummeln und Verweilen ein. Nur wenige Schritte hinter dem Campo de’ Fiori liegt die Piazza Farnese mit dem gleichnamigen Palazzo. Von hier aus kommt man zur Via Giulia, einer der teuersten Wohnstraßen von Rom und gleichzeitig einer der elegantesten Einkaufs- und Geschäftsstraßen Roms.
Die Piazza Navona ist ein Meisterwerk des Barock und wahrscheinlich der theatralischste der vielen Plätze in Rom. Drei wunderschöne Brunnen schmücken den Platz, die vielen Straßenkünstler, schöne Restaurants und Cafés und ein Ring aus ockerfarbenen Gebäuden mit Blumenkästen an den Fenstern verleihen dem Platz ein besonderes Flair. Die ovale Form der Piazza Navona entspricht dem Rand eines Stadions, das Kaiser Domitian hier im Jahr 86 anlegen ließ. Einer der bedeutendsten Bildhauer und Bauherren Roms, Bernini, entwarf 1648 die Fontana dei Quattro Fiumi, den Vier-Ströme-Brunnen mitten auf der Piazza Navona. Die vier großen Statuen des Brunnens stellen 4 wichtige Flüsse – Nil, Ganges, Rio de la Plata und Donau – der damals bekannten Kontinente Afrika, Asien, Amerika und Europa dar. Auch die anderen beiden Brunnen auf der Piazza sind wunderschön. Am Nordende steht die Fontana del Nettuno (Neptunbrunnen), die den Meergott im Kampf mit einer Seeschlange zeigt. Am Südende des Platzes befindet sich die Fontana del Moro (Maurenbrunnen), der ebenfalls einen Meeresgott darstellt. An der Piazza della Rontonda liegt das Pantheon. Der Platz ist allerdings hoffnungslos von Touristen bevölkert, die das Pantheon (dazu später mehr) besuchen wollen.
Fontana di Trevi Seine Berühmtheit verdankt der Trevibrunnen der Legende, dass man nach Rom zurückkehren wird, wenn man eine Münze in sein Becken wirft, und auch durch den Film „La doce vita“ von Federico Fellini, in dem Marcello Mastroianni und Anita Ekberg im Brunnen baden. Die Münzen werden regelmäßig von römischen Stadt-Bediensteten aus dem Becken gefischt, man spricht von 200.00 Euro jährlich! Im Mittelpunkt der Fontana di Trevi steht der Meeresgott Neptun und das Wasser springt, einem Wasserfall gleich, in die Tiefe. Der Brunnen hat einfach nur den Zweck schön zu sein, typisch für die Zeit seiner Erbauung um 1750 herum. An der Piazza de Spagna befindet sich die berühmte Spanische Treppe. Sie ist Tag und Nacht von Besuchern und Römern umlagert. Schaut mal bei den Fotos nach, ob ihr mich im Gewühl der Menschen findet! Früher war die Treppen mit Blumenarrangements geschmückt, aber die hat man jetzt entfernt, da sich auch in Rom der Vandalismus breit macht! In der Umgebung der Piazza befinden sich die beliebten Einkaufsstraßen Via Condoti und die Via del Corso. Allerdings ein teures Vergnügen! Nach dieser Tour hatten wir natürlich einen Bärenhunger, und Markus führte uns in eines seiner Lieblingsrestaurants im Lateran-Bezirk. Zurück im Kloster, tranken einige noch ein Bierchen auf der Dachterrasse, was sich im Laufe unseres Aufenthalts zu einer Tradition entwickelte.