Es dürften ungefähr 6 Jahre her sein, als ich mir in der 10. Klasse überlegt habe, die Schule im nächsten Sommer zu verlassen und eine Ausbildung anzufangen. Die Schule, sie schien soviel schwerer zu sein, als für meine Geschwister, schien mir soviel mehr abzuverlangen. In meinen Augen lag es nah, frühzeitig einen Beruf zu ergreifen, der meinen Stärken entsprach, sodass auch mir mal etwas leicht viel.
Heute sage ich, was für ein Glück, dass ich damals keinen entsprechenden Beruf gefunden habe und dass ich Familie und Lehrer hatte, die an mich glaubten und mir Mut machten, mich den Hürden des Abiturs zu stellen.
Drei arbeitsreiche Jahre später stand ich allerdings wieder vor der Berufswahl. Diesmal war es nicht leichter als vor dem Abitur, schließlich standen mir (nicht alle, aber viel) mehr Türen offen. Aber auch in dieser Zeit hatte ich zauberhafte Eltern, die mich nicht unter Druck setzen und akzeptierten, dass ich im ersten Jahr nach meinem Abitur keine wirkliche Berufswahl getroffen habe.
Wiederum drei Jahre später, habe ich meine Ausbildung mit Bravour abgeschlossen, bin an der Hochschule meiner Wahl immatrikuliert, habe ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und werde nun zum ersten Mal befördert. Ab dem 01.01.07 steige ich die Kariereleiter eine Sprosse nach oben; von „Marketing Manager Assistant“ zur „Junior Kampagnen Managerin“. Meine Aufgaben: Unterstützung der Kampagnen-Managerinnen für DSL und Webhosting und alleinige Betreuung des Produktes Pocket Web.
Wer hätte das vor 6 Jahren gedacht?


