Zwischen den Jahren

By mewo

Zwischen den Jahren befinden wir uns momentan und nutzen diese Zeitangabe wahrscheinlich in diesen Tagen ziemlich häufig. Aber woher kommt diese Redewendung? Ich habe dies an Weihnachten bereits ansatzweise erläutert, aber die Informationen waren nicht fundiert recherchiert. Also, hier nochmal eine klare Antwort auf die Frage:

Viele benutzen in diesen Tagen die Redewendung „zwischen den Jahren“. Doch diesen Zeitabschnitt gibt es im Kalender nicht. „Zwischen den Jahren“ meint den Zeitraum vom 25. Dezember bis zum Dreikönigstag am 6. Januar.
Die Bezeichnung hat ihren Ursprung in Meinungsverschiedenheiten über den Zeitpunkt der Geburt Christi und des Jahresanfangs zu Beginn der neuen Zeitrechnung. Das seit 153 vor Christus am 1. Januar beginnende römische Amtsjahr geriet in Konflikt mit dem christlichen Kirchenjahr. Je nach Zeitalter oder Gegend wurde sowohl am 25. Dezember, am 1. Januar als auch am 6. Januar Jahresbeginn gefeiert.
Zunächst feierten die Christen den Tag der Taufe Jesu am 6. Januar als Erscheinung des Herrn und Jahresbeginn, Mitte des vierten Jahrhunderts wurde der 25. Dezember als Jahresanfang bestimmt. Im Mittelalter wechselte der kirchliche Neujahrsbeginn schließlich mehrmals, bis ihn Papst Innozenz XII. im Jahre 1691 auf den 1. Januar festsetzte. In vielen Bistümern erfolgte die Umsetzung jedoch nicht zur gleichen Zeit, auch in benachbarten Städten gab es nicht selten unterschiedliche Jahresanfänge – ein Grund mehr für die Bezeichnung „zwischen den Jahren“.
Für diese Zeit galten viele Verbote – nur die notwendigsten Arbeiten durften verrichtet werden. Auf dem Land hatte das Gesinde frei, etliche Hausarbeiten wie Wäschewaschen mussten ruhen, um kein Unheil heraufzubeschwören. Juristen und Kaufleute sollen – wegen erheblicher Unsicherheiten in der Datierung – früher „zwischen den Jahren“ auf Geschäftsabschlüsse verzichtet haben.

Eine Antwort zu „Zwischen den Jahren“

  1. Mama Marian sagt:

    Na du bist ja schlau!!! Weiter so, ich find es total interessant und lehrreich, es kann nicht schaden, wenn du unserer Allgemeinbildung mal auf die Sprünge hilfst!
    Lieben Gruß von Mama Marian

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